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Virtuosity
virtuosity I s. 1. Virtuosität f, blendende
Technik, meisterhaftes Können; (c) Langenscheidt |
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Sie
lassen mich nun schon 15 min warten, dazu noch in einem Raum, in dem die Zeit
sich wie ein Kaugummi dehnt. Alles ist grau, Chrom, keine Bilder,
Symmetrische Anordnung … ich mag keine Symmetrie.
!!!!! Vom deutschen Gesetz verboten !!! In unserer Datenbank befinden sich alle Rollencharaktere von Russell Crowe, mischen Sie selber nach ihren Vorstellungen. Alles was Sie brauchen ist das genetische Material eines Menschen, dessen Anlagen entsprechend verändert werden.
Bitteschön, ich habe 1000 Fragen. Naja, 100
mindestens … *Welches Alter hat der
ACHB
(artificial created human being =
künstlich hergestelltes LEBEWESEN) bei seiner Entstehung? *Kann ich den
ACHB
heiraten? Woher bekomme ich die entsprechenden Papiere? *Wie entsteht der
ACHB? *Was passier bei
Nichtgefallen? Kann der ACHB umgeändert werden?
Aha, da
war der Haken, das Haar in der Suppe… schließlich brachte man ja Genmaterial
mit… und nachher schlägt gerade das negativ durch und dann? Also, die Regeln
sind mir doch zu VERBINDLICH. Ich will lieber doch nicht.
Okay, ich setze mich
also an die Kiste, an einem PC fühle ich mich gut aufgehoben und es macht
mir Spaß herum zu spielen. Auf Anhieb fallen mir einige Vorschläge ein, die
ich bestimmt nicht realisieren würde, aber die Vorschau wäre bestimmt
interessant.
Erst mal mache ich
mich mit der Auswahl vertraut. Fein säuberlich nach Erscheinen sind die
Filmcharaktere aufgegliedert und mit den charakterlichen Merkmalen
beschrieben. Einige Bilder runden den Bericht ab. Ich finde eine
Vormerkfunktion und eine Verwerfentaste. So kann ich mich also langsam
herantasten. Hach, das macht Spaß. Aber es ist ja kein Spaß, es soll Ernst
und Realität werden. Wenn ich fertig gespielt habe…………… |
| Zurück
in der Hotelanlage mache ich es mir auf einer Sonnenliege bequem. Es gefällt
mir hier, die Terrasse liegt etwas erhöht und unter mir sehe ich das Meer
und eine zerklüftete Bucht. Der Sandstrand ist nur mit dem Bus zu erreichen,
aber das liegt mir fern, genauso wie ein Bad im Pool ... Bevor ich das
Laptop anschalte komme ich ernsthaft ins Grübeln ob ich nicht meine Zelte in
Deutschland abbrechen sollte und hier in dem herrlichen Klima ein nettes
Häuschen kaufen sollte. Anscheinend leben die anderen KLIENTEN unerkannt
irgendwo fern ihrer Heimat glücklich und zufrieden, aber wie hatten sie das
angestellt? Vielleicht sind sie wie ich? Menschen, die das Leben gezeichnet
hat, die die letzte Chance auf Glück und Frieden ergriffen haben, irgendwo
auf der Welt... die einen auf der Flucht vor der Vergangenheit, die anderen
müde dem immerwährenden Kampf der Anpassung?
Ja, und nun sitze ich hier und überlege, ob mir lange
Haare besser gefallen oder kurze, Bart oder kein Bart.. sind Äußerlichkeiten
nicht nebensächlich und veränderlich.. Haare können wachsen, also! Trotzdem,
ich muss zugeben, dass mich DIESE breiten Schultern und die muskulösen Arme
schwach machen, die Vorstellung dort Schutz zu finden ist mehr als
verlockend und dabei den weichen Bart zu spüren auch. Also ans Werk: Endlich kommt die Vorschau mit der Charakterbeschreibung. Und wie ich sehe ist nichts so einfach wie es scheint. Bestimmte Gene widersprechen sich, andere zwingen sich und das Ganze entpuppt sich wirklich als mathematisches Rätsel. Zusammen mit den mitgebrachten echten Erbanlagen habe ich einen SID kreiert, einen gefährlichen hochintelligenten Soldaten, dem jegliche Sanftheit und Romantik abgeht. Autsch. Warum aber? plus mal plus macht minus... höhere Mathematik. Das Programm liefert mir Vorschläge wie ich zu dem gewünschten Ergebnis komme und ich gebe die entsprechenden Daten ein. Diesmal kommt das Ergebnis schnell und tatsächlich, so stell ich ihn mir vor, dieses lausbübische Grinsen, die Ausstrahlung, diese Kraft und Energie, und doch Sanftmut und Romantik, kein Mitschwimmer, kein Ja-sager, aber ehrlich und treu, verschmust und doch beschützend... ein Kerl mit Ecken und Kanten, aber ein Familienmensch, zuhause überall und doch bodenständig ... 180cm groß, grünblaue Augen mit einem unergründlichen Blick, braune kurze Haare, ein weicher Bart, breite Schultern und Muckis, yep, den nehme ich !!! Reichlich unüberlegt und von meiner Ungeduld getrieben drücke ich auf die Bestätigungstaste. Im gleichen Moment wird es mir bewusst, zu spät. Ich träume schon zu lange von diesem Mann, der sich hinter den Rollen verbirgt, ihnen Leben verleiht und nun hat ein einziger Knopfdruck alles verändert. ER wird vor mir stehen, mit mir gehen und wer weiß was noch... ich hoffe doch, ER kann "wer weiß was noch"? Nun, diese Option gehört ja wohl zum Traummann dazu, Punkt. |
| Trotzdem
schlafe ich schlecht, immer wieder verwandeln sich die Träume in
Horrorgeschichten. Russell surft in der Brandung, bekleidet
mit einem Hawaiihemd, das er offen trägt und Shorts, er lässt das Brett auf
dem Strand ausgleiten und kommt auf mich zu, herrlich ihm zuzusehen, wie er
mit federndem Schritt durch weichen Sand läuft, so kraftvoll. Er setzt sich
rittlings an eine riesige im Sand stehende Kreissäge und beginnt das
Surfbrett in winzige Stücke zu schneiden und ich schwitze vor Angst, dass er
sich ja keinen Finger abschneidet .. aaaaaaaaaaaaaaa ..
so ein Blödsinn, er würde sich was ganz anderes in der Stellung absägen und
der Sand ist Gift für die Säge, der Motor würde das bestimmt nicht lange
mitmachen. Wie kann man nur so einen Blödsinn träumen? Irgendwas stimmt nicht, wann immer ich böse Träume habe, passieren schreckliche Dinge. Ich will nicht wieder schlafen, will nicht mehr träumen. Aber irgendwie nicke ich doch wieder ein, Träume spiegeln unsere Seele wieder? Ich weiß es nicht .... weiß nicht was es bedeutet. Maximus, in voller Generalsrüstung galoppiert durch den Wald, einem grünen saftigen Wald, er lächelt und man spürt förmlich wie er mit seinem Pferd eins den Rhythmus genießt, den lauen Wind im Gesicht, dem Wind von Feuer, schneller galoppierend über brennende Erde, dahinschwebend, unversehrt durch das Feuer tanzend, weiter lächelnd, zu einem Sprung ansetzend, Pferd und Reiter direkt auf mich zu...aaaaaaaaa .. ich müßte jetzt platt wie eine Flunder sein, aus meinen Lungen ist die ganze Luft entwichen, schweißgebadet liege ich im Bett, kein Gewicht auf mir, kein Feuer, nur eine nervende Klimaanlage summt vor sich hin. Schluß. Ich verweigere weitere Träume!! Die restliche Nacht sitze ich auf dem Balkon und halte Wachträume, die kann ich wenigstens steuern! 100x geträumt.. in meinem Lieblingstraum bin ich eine Drehbuchautorin und der Film wird gerade mit Russell verfilmt, weibliche Hauptrolle Nicole... Als ich auf dem Set ankomme, sind bereits die ersten Drehtage vergangen. Es hat Unstimmigkeiten zwischen dem Regisseur und Russell gegeben, ich bin der große Schlichter, die einzige, die Russell versteht, und er ist der einzige, der meine Story wirklich begriffen hat. Wir werden Freunde und mehr... und Dani? die geht ihre eigenen Wege und vernachlässigt dabei ihren Mann total. Ein fieser Traum, aber ich schreibe ja keine Drehbücher, ne?! |
| Der
Tag vertreibt die Schrecken der Nacht, aber der bittere Geschmack bleibt und
somit meine Sorgen. Unaufhörlich klingeln die Alarmglocken in meinem Kopf,
aber ich kann mir keinen Reim darauf machen. Die nächsten Tage habe ich
einige Ausflüge geplant, Rom, Venedig, Neapel, mal sehen was das Land zu
bieten hat und ob es mich ablenken kann. Es kann, und ich werde durch einen Besuch der Lady in Black unsanft wieder in die Realität gezogen. Sie führt mich zu einer anthrazitfarbenen Luxuslimousine mit verdunkelten Scheiben. Kaum habe ich Platz genommen beginnt die Fahrt. Soll ich mich nun freuen, gleich ist es soweit, oder mich weiter ängstigen. Stolz recke ich die Nase hoch, so leicht bin ich nicht unter zu kriegen, also, auf in den Kampf, vielleicht werde ich ja angenehm überrascht?! Hoffentlich passt mein Schutzengel gerade besonders gut auf, hör, ich brauche dich jetzt!! Die Fahrt ist so eintönig, dass ich fast einnicke. Autofahren ist so herrlich beruhigend. Aussteigen. Wir sind nicht in den mir bekannten Gebäuden der Virtuosity, obwohl auch hier alles in Grau gehalten ist. Diesmal muss ich nicht warten, 2 Männer betreten den Raum, mir stockt der Atem, einer von ihnen ist mein TRAUMmann, 100% getroffen. Ich kann meinen Blick nicht von ihm wenden, höre nicht, was der zweite Mann zu mir sagt, in meinen Ohren rauscht ein Orkan. Die Dominanz dieses einen Mannes fängt alles ein, Töne, Licht, sogar die Luft zum Atmen. Ich kann weder sprechen, noch denken, ich stehe unter Drogen, mein Herz rast und meine Gesichtsfarbe leuchtet bestimmt über alles im Umkreis von 100km!! Es ist also doch wahr und sie können es tun, er steht grad mal einen Meter von mir entfernt und sein Blick ist lebendig, sein Grinsen frech, er ist Fleisch und Blut! Ich kritzel auf ein Papier meinen Namen, viel Geld wechselt den Besitzer, aber wen interessiert das? Irgendwie landen wir wieder in dem Luxusschlitten und die Heimfahrt beginnt. Unfähig etwas zu sagen oder zu denken, sitze ich nur da und starre ihn an - und er blickt zurück, tiefer unergründlicher Blick aus leuchtenden Augen! Wie muss ein Kuss von ihm schmecken, wie sich eine Umarmung anfühlen? Heiße Schauer jagen mir den Rücken runter bei der Vorstellung und bringen meinen Denkapparat wieder in Gang. Er ist hier bei mir und er bleibt bei mir. Ich werde all die Geheimnisse seiner Ausstrahlung ergründen können und ich werde viel Zeit dafür haben. |
| Irgendwie fühle ich mich wie ein Teenie beim ersten Rendevous. Gehen wir gleich aufs Hotelzimmer und übergangslos ins Bett? Wir haben noch nicht ein Wort miteinander gewechselt, er folgt mir einfach still und ruhig. Meine Ungeduld schreit, reiß ihm die Klamotten vom Leib, meine Verstand appelliert an Vernunft und Reife und versucht die Situation unter Kontrolle zu bringen. Es gelingt mir nicht und so stehen wir uns schließlich gegenüber, immer noch wortlos, immer noch die Blicke ineinander vergraben, untätig. Jetzt wäre der richtige Augenblick, aber wir rühren uns nicht. So vergehen die Minuten und die Zweifel kehren zurück. Dies war ein künstliches Lebewesen, wusste es was Lust und Liebe ist, konnte es lernen und empfinden? Ganz langsam gewinnt mein reelles Bewusstsein wieder die Oberhand. Es ist warm, der Mann in einem schwarzen Anzug gekleidet. In seinem Blick liegt etwas herausforderndes als ich ihm die Jacke aufknöpfe und ausziehe, aber er rührt sich immer noch nicht. Also binde ich die schwarze Krawatte ab und öffne das schwarze Hemd mit angehaltenem Atem. Seine Haut fühlt sich glatt und fest an, warm und empfindsam. Aber empfindet er wirklich etwas? Ich spüre nicht die geringste Reaktion, nicht, als ich ihm das Hemd abstreife, nicht als ich den Gürtel und die Hose öffne. Er steht da wie ein Baum, beobachtet mich, stumm, abwartend? Sein Anblick erregt mich, zu viele Fantasien habe ich durchlebt, zu viele Filmszenen gesehen, knisternde Erotik .. also Hose runter und schauen ob alles DRAN ist. Er bewegt sich nicht, steht da wie der Fels in der Brandung, nackt, erregend. Ich führe ihn zum Bett, alles lässt er geschehen ohne den Gesichtsausdruck zu wechseln. Er wird mir immer unheimlicher, soll ich beenden was ich angefangen habe? Oder meine Ungeduld bezwingen und erst mal Antworten suchen? Ungeduld bezähmen, pah, mit diesem Parademann in meinem Bett? nein!! Bloß wie bekomme ich ihn dazu sich zu rühren? Muss ich ihm ALLES beibringen? Sanft berühre ich seinen Hals und lasse meine Finger langsam tiefer wandern, mein Ohr sucht sein Herz und befriedigt stelle ich fest, dass der Herzschlag und sein Atem sich beschleunigen, trotzdem bewegt er sich nicht und lässt es einfach geschehen. Als meine Hand aber ihr Ziel erreicht hat atmet er hörbar ein und seine Reaktion ist nicht zu übersehen. Irgendwie bin ich doch erleichtert, dass alles funktioniert, auch wenn mich dieses Schweigen und diese Untätigkeit von ihm irritieren. Ich frage mich, ob ich ein Codewort sprechen muss oder einen Schalter umlegen, damit er endlich aktiv wird. So wie er reagiert, ist er ein MANN - und in dem mir das bewusst wird weiß ich auch was ich tun muss. Schnell entledige ich mich meiner Sachen. Ich werde vergessen, dass er ein ACHB ist, ich werde ihn behandeln wie einen NORMALEN Mann. Er erwidert meinen Kuss, ohne die Initiative zu ergreifen, lässt es sich weiter gefallen, dass meine Lippen langsam seinen starken Hals entlang zu den breiten Schultern wandern. Vorsichtig beiße ich ihn, ein Arm hebt sich, nur kurz, und er liegt wieder bewegungslos da. Langsam wandern mein Lippen, meine Zunge tiefer, sein Atem wird schneller, in seinen Augen ist seine Erregung zu lesen, aber der Kerl rührt sich nicht. Aber ich bin mir inzwischen sicher, dass er sich zusammen reißen muss, um so gelassen da zu liegen, ich verstehe nicht warum, ich verstehe gar nichts, aber mir ist jetzt auch nicht mehr zum Denken zu mute, ich werde alle Verführungskünste an ihm durchtesten, ein herrliches lustvolles Spiel, dass ich stundenlang treiben kann, und dann werden wir sehen. Aber so lange brauche ich gar nicht, kaum bin ich mit meinen Lippen bis zu seinem Bauchnabel gelangt, als sich seine Hand in mein Haar gräbt und mich tiefer schiebt. Aber so einfach mache ich es ihm nicht und ich gleite seine herrlichen Oberschenkel hinunter. Plötzlich und völlig unerwartet kommt Bewegung in ihn, kraftvoll drückt er mich auf den Rücken, sucht seinen Weg zwischen meinen Beinen und kämpft dabei sichtlich um seine Beherrschung. Trotz der ruppigen Art und Weise ist sein Vorgehen nur noch erregender für mich, und so gebe ich mich einfach hin, das war es doch was ich wollte, ihn aus seinem Dornröschenschlaf wecken. Ich höre auf zu denken und genieße nur noch seine Kraft und seine Energie. |
| Verschlafen
öffne ich die Augen, ich fühle mich wunderbar und habe wenig Lust das Bett
zu verlassen. Mein TRAUMmann ist unter der Dusche. Ich weiß jetzt mit
Sicherheit, dass er kein künstliches Irgendwas ist, das ist ein normaler
Mann, mit Narben, mit Vergangenheit, und ich bin augenscheinlich einer
Betrügerei ins Netz gegangen. Die Nacht war wunderschön, aber so viel Geld
ist keine Nacht der Welt wert, also sollte ich schleunigst meinen Verstand
einsetzen und schauen was zu retten ist. Er kommt aus dem Bad, nur ein
Handtuch um die Hüften geschlungen, seine Haut glänzt noch nass, Tropfen
hängen im Haar, mein Herz zieht sich zusammen bei dem Gedanken dieses bald
endenden Traumes. Ich könnte weiter die Dumme spielen und nehmen was ich
kriegen kann, aber auf diese niedrige Stufe stelle ich mich nicht, ich habe
auch meinen Stolz, so schwer der gerade zu finden ist, denn das Handtuch ist
auf den Boden gefallen, und auch die rückwärtige Ansicht dieses Kerles ist
mehr als einen Blick wert. Ich habe heute Nacht seine Klamotten versteckt,
wie soll ich ernst bleiben bei dem Anblick eines nackten Hosesuchenden
Mannes? Ist er ein Guter oder ein Schlechter? hat er den Auftrag schon nach
einer Nacht zu verschwinden? Er hat eine Stimme, aber außer einem rauen
Stöhnen hab ich noch nichts von ihr gehört, aber vielleicht fragt er ja nun
nach seinen Sachen? oder lässt das seine Tarnung auffliegen?
Quatsch, ich
bin doch nicht in einem Krimi. Ich bin betrogen worden, ich habs geahnt,
aber wie immer zu spät auf meine Gefühle gehört. Je nachdem wie weit diese
Leute noch gehen wollen, werden sie versuchen auch mein restliches Geld zu
bekommen, oder er wird einfach verschwinden - und ich mich zu sehr schämen
um eine Anzeige zu machen. Ich frage mich, welche Paragrafen da überhaupt
verletzt worden sind, die des Klonens bestimmt nicht! Er scheint verstanden
zu haben, dass seine Sachen verschwunden sind, was wird er jetzt tun?
Wir beobachten uns wie zwei Raubtiere, die um die gleiche Beute
herumschleichen, jede Sehne gespannt und bereit zum Zuschlagen, beide den
anderen abschätzend, eingerahmt in diese anhaltende Stille. Langsam kommt er
auf das Bett zu und so sehr ich mir eine Wiederholung der letzten Nacht
wünsche, so sehr warnt mich mein Verstand, es wird immer schwerer sich zu
befreien, der Schmerz und die Erniedrigung werden schrecklich sein. "okay, reden wir! Wer bist du? Was du bist weiß ich bereits! Was soll das hier werden?" Anstatt zu antworten nimmt er das Handtuch wieder auf und geht, er geht einfach aus dem Zimmer mit nichts als einem Handtuch an. Es dauert einige Atemzüge bis ich meine Fassung wieder gewinne und mich angezogen auf die Verfolgungsjagd begeben kann. Eigentlich sollte ein Mann mit Handtuch in einem solchen Hotel auffallen, selbst auf dem Weg zum Pool benutzt man mindestens einen Bademantel. Aber egal wo lang ich laufe, er ist verschwunden. Was nun? Frustriert und ratlos kehre ich in mein Zimmer zurück, und staune nicht schlecht ihn dort inzwischen ebenfalls bekleidet vorzufinden. Ein schlauer Fuchs, er hat mich reingelegt, und sein schelmisches Grinsen zeugt davon, dass ihm mein Ärger durchaus Spaß macht. Egal, was er für ein Spiel spielt, ich mag diesen Typen und ärgere mich darüber grün und blau... was hatte der Psychologe gesagt? ich falle immer auf die falschen Männer rein ... Mist... "Mein Name ist Antonio Fotero und ich arbeite für die EGNS. Wir sind einer groß angelegten Betrügerbande auf der Spur, die via Internet obskure Angebote unterbreiten, vom Klonen des Traummannes bis zur Wiederauferstehung verstorbener Verwandter. Die Summen, die sie dabei einnehmen sind gigantisch und schützen das Unternehmen immer mehr vor Eingriffen seitens des Gesetzes. Bis jetzt konnten wir niemanden dazu bringen eine Aussage zu machen, denn die so genannten Klienten werden massiv bedroht, einige sind verschwunden, einige scheint man wirklich glücklich gemacht zu haben. Über dubiose Quellen werden Doppelgänger der angeblich zu klonenden oder wieder zu belebenden Leute gesucht und mit einer guten Stange Geld meist ohne Schwierigkeiten dazu gebracht den Job anzunehmen.... wir sind uns nicht sicher, ob nicht auch hier mit Zwang gearbeitet wird, aber die Hauptrolle spielen arme Familien, die ein Familienmitglied verkaufen, damit die anderen ausgesorgt haben. Ich habe mich auch auf diese Weise werben lassen. Mit ein wenig Computermanipulation hat man dich dazu gebracht, genau MICH zu wählen. Wem sehe ich eigentlich so ähnlich?" Nun bin ich fassungslos. Er ist ein Guter, mein Geld ist futsch... und er weiß nicht mal, dass er aussieht wie eine Mischung aus Cap.Jack und John mit einem Touch Maximus. Diese Augen, ich hätte sie 100% für das Original gehalten, wüsste ich es nun nicht besser.... und wie geht es nun weiter? Was kann ich schon aussagen, das irgendwen belastet? und am Ende hilft diese Bande auffliegen zu lassen? |
| Antonio
ist natürlich verheiratet, bei diesem TRAUMmann habe ich nichts anderes
erwartet. Aber mit meiner Aussage, dem gottseidank noch auf meinem Laptop
befindlichen Daten und einigen glücklichen Umständen ist der Bande endlich
das Handwerk gelegt worden. Ich habe ein Teil meines Geldes wieder bekommen.
Und Antonio hat einen wirklich süßen älteren Bruder, der verwitwet ist und
Maximus noch ein bisschen mehr ähnlich sieht. Ich mag ihn.................................... |