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Dies ist die Idee für einen Nachdreh von

Irgendwo ist mir das Gerücht zu Ohren gekommen, es solle nachträglich eine Liebesgeschichte eingebaut werden. Nun, falls den Herren in Hollywood noch die rechte Inspiration fehlt, vielleicht kann diese Geschichte weiter helfen ??

Aroha

 

GEHEIME MISSION

Capt. Jack Aubrey sollte sich vor Sonnenaufgang an der sandigen Küste mit dem Abgesandten von Admiral Lafette treffen und  geheime Informationen entgegen nehmen, Befehle, Koordinaten, die nur ihm zugänglich sein durften. Verbissen ruderte er das kleine Boot auf die Küste zu, leise vor sich hinfluchend ob dieser Geheimniskrämerei. Schließlich vertraute er seiner Mannschaft, und nun musste er in Nacht und Nebel eigenhändig rudern, um diesen komischen Kauz von einer Landratte  zu treffen. Womit hatte er das wieder verdient? Das leise Knirschen zeigte an, dass er sein Ziel erreicht hatte, nahe einem kleinen Dorf an der Küste an einem verlassenen Strand. Er zog das Boot etwas aus dem Wasser und machte sich auf die Suche nach diesem aufgeblasenen Wichtigtuer. Fast wäre er mit ihm zusammen gestoßen, als er leise fluchend durch die Dünen schlich. Wie vermutet gab sich  der Überbringer der geheimen Papiere arrogant und überheblich und erklärte ihm mit näselnder Stimme was von ihm erwartet wurde. Die Wörter GEHEIM und äußerst WICHTIG fielen dabei fast pausenlos, so dass Jack nach wenigen Sätzen genervt versuchte die Zusammenkunft zu beenden. ER hatte seinen Umschlag mit dem Admiralssiegel erhalten, die Sonne würde bald aufgehen und es war noch ein Stück zu rudern. Aber dieser aufgeblasene Möchtegerne hatte seinen Auftritt noch nicht vollständig ausgekostet, mit einem weißen Spitzentuch vor dem Gesicht herumwedelnd wollte er Jack zurechtweisen um ihn mit Nachdruck die Lage klar zu machen. Für ihn schien dieser blondmähnige Seemann nicht den nötigen Ernst mit zu bringen und er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, warum ausgerechnet dieser für eine solche Mission ausgewählt worden war. …unhöflich und fast schäbig gekleidet in dem weitoffenen Hemd und der groben Jacke, das sollte ein verwegener Anführer und Kämpfer sein?

Inzwischen fing es wirklich an zu dämmern und Jack wurde langsam ungehalten, mit tiefer Befehlsstimme machte er dem Land-ei klar, dass die Zusammenkunft beendet sei und er sich wieder auf den Rückweg machen würde. Die in weiches Leder geschlagenen Papiere hatte er unter den Arm geklemmt und ohne ein weiteres Wort zu verlieren machte er sich auf den Weg zum Strand und zu seinem Boot zurück. Plötzlich zerriss ein Schuss die Stille der ersten Lichtstrahlen, Rufe wurden laut, und Jack wurde bewusst, dass er ziemlich in der Patsche steckte. Hörte er da nicht die unverkennbar hohe näselnde Stimme schreien? Hatte man diesen arroganten Schnösel etwa erwischt, wusste er über den Inhalt der Botschaft bescheid, oder war er nur ein aufgeblasener Überbringer, der gut als Bote, aber nicht vertrauensvoll des Inhaltes der Botschaft war? In sekundenschnelle schossen dutzende Fragen durch Jacks Kopf, er musste handeln, das Boot würde er nicht rechtzeitig erreichen, er war halt keine Landratte und das Laufen in dem tiefen Sand war absolut nicht sein Ding, schon rang er nach Luft und keuchte immer schwerfälliger vorwärts. Er musste die Papiere verstecken und ins Landesinnere fliehen, um später auf anderem Wege zu seinem hinter der Landzunge verborgenen Schiff zurück zu kehren. Die sandigen Dünen zu überwinden kostete ihn viel Kraft, der Schweiß rann ihm das Gesicht herab, die Haare klebten an der Stirn, mit einem würdigen Kapitän hatte er nichts mehr gemein. Endlich war es geschafft und fester Boden unter seinen Füßen erleichterte das Vorankommen erheblich. Inzwischen war es so hell geworden, dass man die Umrisse der Umgebung erkennen konnte und so fand Jack in einer Ansammlung von Steinen und kleinen Büschen  eine gute Möglichkeit seine geheime Fracht zu verstecken. Sofort änderte er die Richtung und hetzte weiter um möglichst viel Raum zwischen das gefährliche Gut und seine Verfolger zu bringen. Weitere Schüsse erhallten, aber Jack ließ sich nicht beirren und rannte keuchend weiter in den dunklen Pinienwald hinein. Riesige Zapfen lagen auf dem Boden und immer wieder stolperte der Seemann darüber. Das erste Licht drang nicht durch die Kronen der Bäume und sichere Dunkelheit umfing Jack, der sich keuchend an einen Baum lehnte. Erst jetzt bemerkte er, dass eine Kugel ihn an der Schulter getroffen hatte. Die Wunde brannte und das Blut sickerte langsam durch das dicke Tuch seiner Jacke, aber die Verletzung war nicht lebensgefährlich. Er verbiss sich einen weiteren derben Fluch und versuchte wieder zu Luft zu kommen und sich zu orientieren wo er war und ob noch Gefahr von den Verfolgern drohte. Bei Tageslicht würden sie vielleicht eine Blutspur finden, Hunde einsetzen oder einfach nur zu Pferde in den Wald preschen und ihn bald finden. Er musste aber zurück, die Papiere an sich nehmen und zu seinem Schiff gelangen. Nur sein Schiffsarzt und Freund wusste entgegen dem ihm erteilten Geheimhaltungsbefehl wo er sich aufhielt und warum. Trotzdem war aus der Richtung mit keiner Hilfe zu rechnen. Das Schiff würde sich verborgen halten, notfalls davon segeln und später zurückkehren um ihn wieder aufzulesen, aber niemand würde kommen um ihm beizustehen. So hatte er es angeordnet, so würde es geschehen.

Jack erschien es, als seien Stunden vergangen, aber es waren nur wenige Augenblicke, als das Knacken von Ästen ihm klar machte, dass seine Verfolger ihm dicht auf den Fersen waren und wenn er nicht machte, dass er weiter kam, dann würden sie ihn sehr bald erwischt haben.
Sein guter Orientierungssinn sollte ihn parallel zur Küste in dem Wald vorantreiben, keinesfalls wollte er sich weiter in Richtung Waldesinnere begeben. Der Blutverlust und die ungewohnte Anstrengung machten sich aber schnell bemerkbar und Jack kam immer langsamer voran. Alle paar Schritte musste er eine Pause einlegen und was er für das Rauschen des Meeres gehalten hatte, war  Rauschen in seinen Ohren, schließlich  stolperte er  und rollte einen kleinen Abhang hinunter, an dessen Fuße ein kleiner Bach floss. Benommen von dem stechenden Schmerz in seiner Schulter, erschöpft und nach Luft rinnend wurde ihm schwarz vor Augen.

Zu früh erwachte er aus der Ohnmacht, auf einem harten Bett liegend machte sich eine alte greise Frau an seiner Schulter zu schaffen und versuchte mit einem gigantisch aussehenden Messer die Kugel aus dem Fleisch zu schneiden. Er wollte schreien, mit vor Schreck und Schmerz geweiteten Augen, aber starke Hände hielten ihn fest und er sank wieder zurück in die gnädige Schwärze des Nichtfühlens des Schmerzes, den die alte Frau ihm zufügte. Diesmal vergingen Stunden und als er wieder die Augen öffnete, war die Greisin wie durch ein Wunder verjüngt und das runzlige Gesicht war glatt und von langem glänzenden Haar umrahmt, braune kluge Augen blinzelten ihn an. Jack verspürte einen wahnsinnigen Durst und die Schmerzen in seiner Schulter schienen noch schlimmer als vorher zu sein, benommen versuchte er zu sprechen, aber es kam nicht mal ein Krächzen heraus, die Zunge war belegt und sein Mund ausgetrocknet, die Lippen waren aufgesprungen und langsam wurde ihm bewusst, welch erbärmlichen Anblick er bieten musste. Die hübsche junge Frau schien seine Gedanken zu erraten und befeuchtete seine Lippen, danach flößte sie ihm einen schrecklich schmeckenden Trank ein, er wollte fragen, so viel fragen, aber die Augen fielen ihm zu und ein tiefer Schlaf erbarmte sich seiner. Als er das nächste Mal  aufwachte, bemerkte er, dass jemand ihn entkleidet hatte, bis auf die Unterhose war er nackt. Gut, wenigstens die hatte man ihm gelassen. War es nicht eine Frau gewesen, die ihm zu trinken gegeben hatte? Eine wunderschöne Frau … wo war sie geblieben? Am Feuer auf einem wackligen Stuhl saß die runzlige Alte und Jack kam langsam zu der Einsicht, dass er nur geträumt hatte. Der Schmerz in seiner Schulter war brennend und stechend echt und die Erinnerung an das riesige Messer in der Hand der Alten ließ ihn erschaudern. Wie um alles in der Welt hatte dieses alte klapprige Weib ihn ausziehen können und wie war er hier her gekommen?? hierher?? wo war er?? und wie lange war er schon hier?? Er räusperte sich und versuchte die Greisin auf sich aufmerksam zu machen, aber die starrte weiter ins Feuer, leicht hin und her wiegend und leise summend. Jack versuchte zu sprechen, seine Stimme klang fremd und gar nicht so befehlsgewohnt wie sonst. Dafür war sie noch rauer, es klang als ob jemand hartes Holz raspelt. „Verzeihung?“ – keine Reaktion.. „Hallo?!“ – nichts. Schwerhörig, eindeutig. Vorsichtig richtete er sich auf und versuchte aufzustehen. Er musste zurück, er musste seine Mission erfüllen. Aber die Beine wollten ihn nicht tragen und so rutsche er aus dem Bett auf den Boden. Dort war es angenehm kühl, aber die verletzte Schulter nahm ihm diesen Versuch eines Spazierganges arg übel und schmerzte nun noch mehr. Starke Hände packten ihn und hievten ihn ins Bett zurück, woher hatte die Alte so starke Hände und einen Bart, sie hatte sich in einen Mann verwandelt, dachte Jack ungläubig und schlief erschöpft wieder ein.

Im Fieber wälzte er sich auf dem schmalen harten Schlafgestell hin und her und die hübsche Frau an seiner Seite versuchte ihn mit kalten Umschlägen und beruhigenden Worten zurück in den heilenden Schlaf zu bringen. Mehrmals hatte sie ihm fiebersenkenden Tee eingeflößt, der Mann war stark, aber auch störrisch wie ein Esel und vielleicht wäre es besser ihn festzubinden?!

In seinen Fieberträumen sah sich Jack mit der so begehrenswerten Frau nackt im Meer baden,  nasse Kühle um sich, warme erregende Haut an sich geschmiegt, bis sie schließlich dem Nass entstiegen und sich in inniger heißer Umarmung im feinen Sand liegend liebten .... die Sterne funkelten und der Mond beschien hell die idyllische Kulisse.

Der Morgen graute und endlich war Jack ruhig geworden und die tiefen gleichmäßigen Atemzüge zeigten, dass er nun das schlimmste überstanden hatte. Nun legte auch sie sich zur Ruhe, in das Bett, das ihre Mutter gerade verlassen hatte um das Feuer wieder zu entfachen. Es war kühl geworden in der kleinen Hütte, die sie mit Mutter und Bruder teilte, ein gutes Stück entfernt vom Dorf. Sie waren Diebe, Banditen, Aussätzige, die am Rande der Gesellschaft hausten und mehr schlecht als recht von ihren Beutezügen leben konnten. Dieser Fremde schien ähnliche Probleme zu haben, also hatten sie ihm geholfen. Offensichtlich war er ein Seemann, aber er machte nicht den Eindruck reich und vermögend zu sein.

Die alte Greisin war mit ihrem Sohn aufgebrochen das letzte Diebesgut zu tauschen gegen Lebensmittel, sie würden erst in 2 oder 3 Tagen zurückkehren. 

Gegen Abend erwachten die hübsche junge Frau und der inzwischen leicht bärtige Seemann fast gleichzeitig. Zufrieden stellte Jack fest, dass der grobe Mann sich nun wieder in die zarte Frau mit den schwarzen Locken verwandelt hatte. Auch schmerzte die Schulter nicht mehr so, aber er verspürte Hunger und Durst und wusste doch, sie würde ihn nicht verstehen. Er sprach die Sprache der hier ansässigen Leute nicht, so versuchte er es mit Gesten und sofort wurde ihm ein Becher mit frischem Wasser gereicht. Froh nicht wieder den brackig schmeckenden Tee trinken zu müssen, schluckte er genüsslich die kalte Flüssigkeit. Jacks Magen knurrte vernehmlich, das ersparte weitere Erklärungen  und die Frau half ihm in eine halb sitzende Stellung  hoch zu kommen. Versonnen nahm er den Duft von Lavendel wahr, und eine Erinnerung überkam ihn, aber woran?...ein Gefühl von Vertrautheit, von gemeinsam Erlebtem, an das er sich aber nicht wirklich erinnerte.

Das Brot und die Suppe schmeckten köstlicher als alle hochherrschaftlichen Mahlzeiten, die Jack je zu sich genommen hatte, erschöpft, aber satt und zufrieden ließ er sich zurück sinken. Wie lange mochte er inzwischen hier sein? Ob sein Schiff wohl noch unerkannt ankerte, oder schon die Segel gesetzt hatte? Man hatte zu einer List gegriffen und falsche Länder- und Erkennungsflaggen gesetzt. Einem oberflächlichen Beobachter fiel das bestimmt nicht auf. Aber es gab auch sehr genaue Beobachter .. .

Jack überlegte, was war Traum, was Realität? Da war die Greisin mit dem Schlachtmesser, ein bestimmt 2m großer Hüne, hatte er sich die eingebildet? Über Stunden war nun nur die hübsche Frau in der Hütte, sie gab ihm Essen und Trinken, richtete seinen Verband und schien ihm so vertraut zu sein. Verstohlen kreuzten immer wieder ihre Blicke und manchmal huschte ein schüchternes Lächeln über ihre Züge.

Der Tag neigte sich dem Ende und Jack war keinen Schritt weiter gekommen. Er musste aufstehen und im Schutze der Dunkelheit versuchen zurück zu kehren, nur wo hin? Immer mehr wurde ihm bewusst, dass es fast unmöglich war die Stelle wieder zu finden, an der er die Papiere in aller eile versteckt hatte. Und wenn doch, was wäre dann? Das kleine Boot war bestimmt nicht mehr da, also musste er zu Fuß um die Landzunge herum und nach seinem Schiff Ausschau halten und mit viel Glück konnte er Zeichen geben und sich abholen lassen. Mit viel Pech waren sie aber fort und er musste sich auf unbestimmte Zeit versteckt halten, warten, bis man ihn wieder auflesen würde und hoffen, dass es dann nicht zu spät war für die ihm anvertraute Mission. Vertrackte Lage…. Wenn er nur seinen Schiffsarzt dabei hätte, der so vieler Sprachen mächtig war, er würde der Frau schon erklären, was zu tun war. Ein tiefer Seufzer entfuhr ihm und aufmerksam geworden stand sie, der Grund des Seufzers an seiner Liegestatt, einen fragenden Blick in den Augen, die so klug und so warm dreinschauten. Unbewusst hatte Jack angefangen zu reden und erstaunt vernahm er nun, dass sie ihn sehr wohl verstand, auch wenn sie selber der Sprache nur gebrochen mächtig war. Welch ein Glück, vielleicht hatte er nun doch eine Chance? „Ich muss zurück zu meinem Schiff, aber ich weiß nicht wo ich bin, kannst du mir helfen?“ Sie nickte und ihre Stimme schien wie der Klang heller Glocken in seinen Ohren: “Schiff ist in Bucht, ist noch da!“  Er wollte aufstehen, aber sein Körper wollte dem Schwung nicht nachgeben, und so kam er ätzend zum Sitzen, von Aufstehen keine Spur, und schlagartig wurde ihm bewusst, wie spärlich er bekleidet war. Verlegen wollte er die Decke wieder über sich ziehen, aber mitten in der Bewegung hielt er inne, denn zarte Arme drückten ihn sanft zurück, mit einer selbst ihn überraschenden Bewegung zog er dieses zarte Geschöpf in seine Arme, um ihr Gesicht, ihren Hals und schließlich ihren Mund mit zärtlichen Küssen zu bedecken. Sie wehrte sich nicht, ganz im Gegenteil schmiegte sie sich an ihn. Seine Küsse wurden heißer und hemmungsloser, verschwunden war der Schmerz und die Erschöpfung, zu süß war dieses Gefühl von weicher, warmer Haut unter seinen Händen, unter seinen Lippen, die unaufhörlich ihren Hals streichelten und tiefer wanderten auf der Suche nach Orten, die ihm so vertraut erschienen an ihr……...

 In ihren Armen liegend schlief Jack für kurze Zeit wieder ein.

War das ein Traum gewesen, er war sich nicht mehr sicher, als sie ihm später beim Ankleiden half. Seine Sachen waren  vom Blut gereinigt und geflickt worden. Jack begann zu zweifeln, ob er es schaffen würde die Strecke zu laufen. Soweit er sich erinnerte war er doch ziemlich weit gerannt und wer weiß wie weit die Hütte noch entfernt war von der Stelle, wo er den Abhang herunter gekugelt war?

Endlich, es war tiefste Nacht, war er soweit, sie gaben ein merkwürdiges Paar ab, der breitschultrige blonde Seemann und die zierliche schwarzhaarige Frau. Er stützte sich auf sie, hatte aber Angst, die kleine fast mädchenhafte Frau würde zerbrechen unter ihm. Aber sie zeigte sich unerwartet stark und verwundert stellte er fest, dass die Hütte nahe der Küste stand und dass er auf einer hohen Klippe stehend sein Schiff ausmachen konnte. Er beschloss, erst zum Schiff zurück zu kehren und dann mit Verstärkung die geheimen Papiere zu holen, danach konnten sie Segel setzen und machen, dass sie schnell fort kamen… danach… mit der Sturmleuchte stellte Jack sich an den Rand der Klippe und gab das vereinbarte Zeichen. Bald löste sich ein Beiboot von seinem Schiff und seine Männer ruderten mit kräftigem Schlag zum Strand. Jetzt musste er sehen, wie er die Klippen herunter kam im dunkeln, das sah gar nicht einfach aus, er konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, die Haare klebten ihm im Gesicht und er gab einen erbarmungswürdigen Anblick ab. „Ich muss da runter, gibt es einen Weg?“ Sie zeigte ihm einen steilen Pfad nach unten, und während er zweifelnd hinunter blickte war sie plötzlich verschwunden. Mehrmals suchte Jack mit seinen Blicken die Umgebung ab, aber sie blieb verschwunden. Vielleicht war sie doch nur ein Traum gewesen, alles war nur ein Traum und er würde gleich in seiner Kajüte aufwachen, das vertraute Schwanken der Bootsplanken unter sich, den Geruch des Meeres in der Nase und seine Schulter würde nicht mehr wie irre pochen und ihn fast um den Verstand bringen. Träumen war gut, aber nun musste er da runter, er musste zu seinen Männern, dann würde dieser Traum wahr werden ….

Als Jack wieder aufwachte konnte er sich nicht erinnern, wie er in seine Kajüte gekommen war, alles war so, wie er es erträumt hatte, bis auf eine Kleinigkeit, dieser verfluchte Schmerz in seiner Schulter war immer noch da. „Verdammt noch mal!“ Mühsam kam er hoch, als ihm bewusst wurde, dass man Segel gesetzt hatte und mit guter Fahrt auf dem offenen Meer kreuzte. Bevor er diese Feststellung mit einem weiteren Fluch quittieren konnte, kam sein Freund der Schiffsarzt hereingestürmt und half ihm mit kurzen knappen Erklärungen auf Deck. Das gewohnte Gefühl unter den Füßen ließ Jack schnell vergessen, dass es ihm eigentlich gar nicht gut ging und er gab knappe präzise Befehle. Sie wurden verfolgt und mussten sehen, dass sie den Verfolger schnell abschüttelten, um zu SEINEN Papieren zurückkehren zu können. Warum musste eigentlich immer alles so kompliziert sein?

Ende … jedenfalls meiner Geschichte, die noch nachgedreht werden muss ………

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